05 – Fotoausstellung zum 10 jährigen der Interessengemeinschaft Greizer Neustadt.

18.Februar 2012/OTZ

 


„Altes Greiz aus neuer Sicht“ die Ausstellung des Fotoclubs,
hier Frank Langhammer bei einer Führung, zeigt eindrucksvoll
die Veränderungen des Stadtteils. Bis Mitte April ist sie
im Foyer zu sehen.
Foto: Christian Freund

Die Interessengemeinschaft Greizer Neustadt bleibt seit zehn Jahren am Ball für das Gründerzeitquartier. Erster Vorsitzender Dr. Gunter Klötzner gibt den Staffelstab weiter an noch nicht gewählten Nachfolger.

Von Kathrin Schulz

Greiz. Am 14. Februar 2002 fanden sich neun Gleichgesinnte und gründeten die Interessengemeinschaft Greizer Neustadt. Wir wollten dem sich ausbreitenden Negativimage etwas entgegen setzen, das Gründerzeitquartier nicht dem Verfall überlassen. Viele belächelten uns seinerzeit als Träumer und Phantasten“, erinnert sich Dr. Gunter Klötzner, Vorsitzender der ersten Stunde, Donnerstagabend auf der Festveranstaltung zum zehnten Vereinsjubiläum. Mit Mut und Ideen habe man die Sache angepackt und sei auf vielen Gebieten mit der Stadt und dem Landkreis gemeinsam erfolgreich gewesen, unterstreicht Klötzner vor 64 Festgästen im Foyer der Vogtlandhalle, dem Herzstück des Stadtteils, das eine enorme Aufwertung gebracht habe. Stolz sei man auf den Schulstandort, den Busbahnhof, die aufwändig sanierte Carolinenstraße und viele sanierte Villen mit modernen Konzepten. Der Verein sei heute auf 50 Mitglieder gewachsen, könne auf das Neustadtfest und den Attraktivitätswettbewerb um die Neustadtperle, das beliebte Bolzplatzturnier, die Kanuregatta und das Radsportkriterium verweisen. Neu hinzugekommen ist seit dem festlichen Jubiläum auch das Magazin „Greizer Elsterbogen“ und ein neues Signet. Wohl wissend, dass noch viel zu tun sei, gab Dr. Gunter Klötzner nach zehn Jahren als Vorsitzender den Staffelstab weiter. Sein Vermächtnis: Die Interessengemeinschaft habe stets frei von politischen Interessenlagen agiert und das solle so bleiben. IG-Sprecher Rico Beyse würdigte Klötzner „als Initiator und treibende Kraft des Vereins, dankte ihm für zehn Jahre erfolgreiche Arbeit und versicherte, dass der neue Vorstand den Verein in seinem Sinne weiterführen werde. In den neuen Vorstand wurden neben Beyse, Christian Tischendorf, Marko Nagel, Steffen Dinkler, Jan Popp und Andreas Brzezinski gewählt. Wer künftig hier Frontmann sein wird, werde in der nächsten Woche in der konstituierenden Sitzung entschieden, erklärt Beyse. Zu den Gratulanten des Jubiläums gehörte auch Landrätin Martina Schweinsburg (CDU). Stadt und Landkreis, so sagte sie, haben hier Zeigbares schaffen können. Die Anregungen der IG leisteten dazu einen wichtigen Beitrag. Der Verein habe wesentlich zur Akzeptanz des Stadtentwicklungskonzeptes beigetragen und mit dem Projekt Wohnen 55plus eine Vorreiterrolle eingenommen, ergänzte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD). Mit klaren Entscheidungen zur Bahnhofstraße wolle man fortfahren.